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Eine Fahrt in den Bayerischen Wald

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Im Rahmen eines Auftrages für unseren gemeinsamen Blog www.Netz-Online.com, sind wir vom 09.11. bis 12.11. in den Süden von Deutschland gefahren. Da bisher unsere Reisen ausschließlich in den Norden und in ein Ferienhaus führten, waren wir gespannt, wie uns dieses Mal der Richtungs- und Unterkunftswechsel gefallen würde. Für mich war es das erste Mal, dass ich nach Bayern gefahren bin, um dort ein paar Tage zu verbringen. Aus diesem Grund war ich umso neugieriger. Als Großstadtmensch freut man sich ja doch mehr auf die Natur und einen Umgebungswechsel.

Dienstag – Die Anreise

Nach einigem Hin und Her, in Bezug auf den Buchungstermin, ging es am Dienstag um 9.10 Uhr für uns los. Susi wollte gern den ersten Teil der Strecke fahren und so ging es gleich auf die A14 in Richtung Halle/Leipzig. Beim Schkeuditzer Kreuz wechselten wir auf die A9 in Richtung München. Bis dorthin war die Strecke frei. Susi hatte die erste Hälfte absolviert und ich war für den Rest der Strecke zuständig. Es wurde Zeit für den Fahrerwechsel. Da bot sich der Raststätte Frankenwald an. Diese Raststätte ist auch etwas Besonderes, denn sie erstreckt sich als Brücke über die Autobahn und ist von beiden Seiten aus zugänglich.

Wir sind zum ersten Mal eine größere Strecke mit Hilfe der Navigationssoftware von Google, auf meinem HTC Wildfire, gefahren. Es hat wirklich gut funktioniert und wenn man überlegt, dass es eine kostenlose Navigationslösung ist, die sich noch in einer Beta-Phase befindet, dann ist es wirklich für den Einsatz brauchbar. Dies nur einmal ein Hinweis für alle, die ein Android Smartphone mit GPS besitzen.

Aber zurück zum Thema. Wir kamen auch auf den restlichen Autobahnabschnitten ohne größere Behinderungen gut voran. Auf den letzten 30 Kilometern (B85) hatten wir auf der Landstraße allerdings viele LKW vor uns. Da es dort schon ordentlich die Berge hinauf und hinunter geht, in Verbindung mit reichlich Kurven, ist oft ein Überholvorgang nicht sehr ratsam oder nicht gestattet. Selbst die einheimischen Fahren blieben brav hinter den Hindernissen.

Um 14.30 Uhr kamen wir nach 520 Km im Hotel Bodenmaiser Hof an. Bereits die Lobby, mit einem Kamin und der Bar, sah sehr einladend aus. An der Rezeption wurden uns die wichtigsten Informationen gegeben (Essen, Nutzung der Wellnessbereiche, Zeiten des Restaurants usw.) und wir wurden zu unserem Zimmer geführt. Wir hatten eine Juniorsuite mit Gartenblick (50m²). Wie nicht anders zu erwarten war, sind die Zimmer sauber, das Inventar ist in einem sehr guten Zustand und das Personal ist durchweg freundlich und hilfsbereit. Da wir auf dem Zimmer einen LAN Anschluss zur Verfügung hatten, besorgte ich mir noch ein Kabel und die Zugangsdaten.

Nachdem wir eingecheckt hatten und unser Gepäck verstaut war, gaben wir zuerst unsere Menüauswahl für das Abendessen ab und gingen zum Kaffeetrinken in das dazugehörige Restaurant. Wir hatten nur jeweils ein Stück Kuchen genommen, da wir den Kaffee dringender „benötigten“. Satt und mit einem ausreichend angehobenen Kaffeelevel, ging es in die Stadt. Uns fiel schnell auf, dass dort die Glas- und Glasbläserkunst sehr präsent ist. So kauften wir auch gleich bei Austen Glaskunst zwei neue schöne Kerzenständer. Interessant war, dass man dort direkt dem Glasbläser bei der Herstellung zuschauen konnte. Als ich zugesehen hatte (Susi stöberte im Laden herum), war er gerade dabei einen Uhu zu formen. Auch wenn ich nicht viel für solche „Staubfänger“ übrig habe, bin ich aber von dem handwerklichen Geschick sehr beeindruckt. Etwas weiter die Straße hinauf, gab es (was für ein Zufall) ein Kerzengeschäft. Auch dort verließen wir das Geschäft nicht ohne Beute ;) Auch dort besteht das Angebot überwiegend aus Eigenproduktion.

Dann war es auch schon Zeit für das Abendessen. Wir hatten unseren eigenen, fest zugewiesenen Tisch. Susi bestellte sich einen Rotwein und ich hatte einfach Geschmack auf ein helles Hefeweizen. Am Tisch lag bereits die Karte, mit einer Übersicht der Speisen, für den nächsten Tag zur Auswahl. So sah übrigens unsere Zusammenstellung für den ersten Abend aus: zuerst ein Salat, als warme Vorspeise gab es „Backhendl vom Stubenküken mit Kartoffel-Gurkensalat“, gefolgt von einer „Süßkartoffelcremesuppe mit Kartoffelstroh“, dann kam als Hauptgericht „Cordon Bleu vom Schwein mit Petersilienkartoffeln“ und den Abschluss bildete das Dessert „Variation von der Ananas und Marzipan“. Klingt alles sehr lecker und das war es auch. Einzig das Dessert war nicht ganz nach meinem Geschmack. Das lag allerdings daran, dass ich allgemein kein großer Freund von Marzipan bin. Susi hat es auf jeden Fall gemundet :)

Endlich hatten wir auch Zeit, unsere Sachen in die Schränke zu verteilen. Es dauerte auch nicht mehr lange und es wurde Zeit, um in das Reich der Träume zu entfliehen, da wir am nächsten Tag Einiges zu erledigen hatten.

Mittwoch

Der Wecker klingelte um 7.00 Uhr. Ab 7.30 Uhr gab es ein Frühstücksbuffet. Wir waren auch gleich die ersten Gäste. Nachdem wir uns gestärkt hatten, packten wir die Videokamera, unsere Nikon D40 und die Gutscheine ein.

Die Wälder sind zu dieser Jahreszeit zwar nicht mehr grün, aber sehr bunt. Da wir sehr früh losgefahren sind, sahen wir in den Tälern den Morgennebel und den dampfenden Morgenreif. Es ist wirklich ein schöner Anblick. Wir suchten vergebens nach guten Plätzen, wo wir ein paar gute Videoaufnahmen machen konnten. Leider lagen die optimalen Orte immer weit weg von einer Parkmöglichkeit, mitten auf einem Berg, in der Kurve :evil:

Unser erster Weg führte uns zum Modehaus Garhammer in Waldkirchen. Von unserem Hotel aus waren es ca. 70 Km. Und wieder schlichen wir hinter diversen LKW hinterher. Irgendwie sind wir dann per Navi doch angekommen. Zum Glück gibt es direkt vor dem Gebäude ein Parkhaus. Das Modehaus hat 4 Ebenen. Zusätzlich gibt es direkt neben dem großen Gebäude auch ein dazugehöriges Schuhgeschäft, in dem Frau auch eine Auswahl an Handtaschen vorfindet. Die Herstellerliste (von Boss, Olymp, Bugatti, Pierre Cardin usw.) kann sich wirklich sehen lassen. Uns fiel besonders auf, dass es dort eine ungewöhnlich hohe Dichte an Verkäuferinnen gibt. Kaum hat man ein Produkt angesehen, stürmt schon jemand auf einen zu und fragt, ob man Hilfe benötigt. Ganz anders als in Elektronikmärkten, in denen die Verkäufer ja eher instinktiv flüchten, wenn ein Kunde mit einem Anliegen droht :-P

Da ich dort filmen wollte, fand ich es nur angemessen, wegen einer Erlaubnis nachzufragen. Zack, schon wurde die Marketingchefin gerufen. So viel Aufwand wollte ich nicht, aber die Dame war sehr nett und stellte mir diverses Infomaterial zusammen. Darüber hinaus zeigte Sie mir auch ein paar schöne Ecken, die sich für Aufnahmen eignen würden. Nach den Aufnahmen, verließen wir das Modehaus, mit einer neuen Wintermütze für mich und einen Gürtel für Susi ;)

Auf dem Rückweg erledigten wir den zweiten Teil unseres Auftrages, ein Besuch beim Joska Glasparadies . Mittlerweile wurde es Zeit für eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen. Nach der kurzen Pause ging es also hinein ins Getümmel. Für mich als Mann war es erstaunlich, was man doch alles aus Glas anfertigen kann. Susi bekam ad hoc wieder leuchtende Augen :-P Interessant fand ich die vielen Auszeichnungen, die das Unternehmen im Verlauf der Jahre erhalten hatte und die Tatsache, dass viele Pokale bei z.T. internationalen Events aus diesem Haus kommen. Übrigens kann man auch dort den Glasbläsern zusehen und es gibt sogar die Möglichkeit, es unter Anleitung selbst einmal zu probieren.

Wir hatten für diesen Auftrag einen Gutschein bekommen, für den wir 6 wunderschöne und große Weingläser erhalten haben. Zusätzlich kauften wir aber auch noch ein paar Figuren (einen Weihnachtsmann und einen Schneemann) und Geschenke für Susis Eltern. Als wir zurückgekommen waren, war es bereits dunkel und das Abendessen war nicht mehr weit. Direkt nach der Rückkehr, warfen wir noch einen Blick in die private Brennerei der Familie Geiger, die das Hotel betreibt. In erster Linie gibt es dort verschiedene Fruchtliköre, Marmelade und Edelbrände. Ich suchte eine Flasche für meine Eltern aus und nutzte die Gelegenheit, vorher zu kosten. „Jaaaa, maaan! Der zieht!“ dachte ich mir. Wirklich lecker! Ich hoffe, dass meine Eltern das Getränk genau so genießen. Wir hatten für sie einen Zwetschgen Edelbrand ausgesucht.

Nach einigen Überlegungen und etwas Organisation, hatten wir uns entschieden, doch noch einen Tag länger zu bleiben, damit sich die lange Fahrt auch wirklich für uns lohnen würde. Also gaben wir an der Rezeption unsere Entscheidung bekannt und zum Glück war das Zimmer auch für den nächsten Tag noch frei. Nach dem köstlichen Abendessen setzten wir uns an die Bar und genossen einen Black Russian (Wodka mit Kaffeelikör). Ich hatte den zu ersten Mal probiert und war zufrieden. Zum Abschluss des Tages setzten wir uns noch mit einem Glas Wein auf den Balkon und genossen die Ruhe.

Donnerstag

Zum Frühstück begaben wir uns erst um 8 Uhr. Um 9.00 Uhr machten wir uns auf zum Arber See. Wir wollten etwas aus der Gegend sehen und uns auch ein wenig die Beine in der Natur vertreten. Auf dem Weg dorthin war es teilweise neblig, mit Sichtweiten unter 25m. Wir waren die Ersten vor Ort. Der See sah mit dem Nebel im Hintergrund wirklich schön aus. Nach den obligatorischen Foto- und Videoaufnahmen, machten wir uns auf zu dem Wanderweg, der rund um den See führt. An einigen Stellen mussten wir aufpassen, keine nassen Füße zu bekommen oder auszurutschen. Die Umrundung dauerte ca. 40 Minuten und wir haben die Ruhe sehr genossen.

Wieder zurück im Hotel, war eine Tasse Kaffee fällig. Kurz darauf, machten wir einen Spaziergang durch Bodenmais. Susi entdeckte eine Filiale von Joska und ich wartete lieber gleich draußen an der frischen Luft. Nachdem wir doch einige Zeit durch die Straßen geschlendert waren, suchten wir uns eine örtliche Bäckerei und genossen eine kleine Stärkung, in Form von Kaffee und Kuchen. Für mich gab es zusätzlich noch eine warme Leberkäse-Semmel. Hmmm… lecker :yam: Susi zog noch einmal in das Glaskunstgeschäft um die Ecke, wo wir bereits am Dienstag waren. Ihre Beute bestand aus verschiedenen Steinen, die man auf eine Kette aufziehen kann. Ich wartete in der Zwischenzeit im Hotel und warf einen Blick auf meine E-Mails und unsere Projekte. Nach dem Abendessen setzten wir uns noch in die Lobby und genossen eine Pina Colada. Wir fielen dann glücklich und zufrieden ins Bett.

Freitag – Die Abreise

Tag der Abreise. Wir nutzten noch die Gelegenheit, ausgiebig zu frühstücken, um dann unsere Sachen zu packen. Nachdem ich die Rechnung beglichen hatte, wurde ich von der Hotelchefin verabschiedet und bekam sogar noch eine weitere Flasche, aus ihrer Brennerei geschenkt. Im Anschluss unterhielt ich mich noch mit dem Sohn der Chefin darüber, was man so als Blogger macht und wie das mit solchen Aufträgen zustande kommt. Ich erklärte es ihm ausführlich und freute mich, dass es ihm offensichtlich sehr interessiert hat. Trotzdem war ich dann froh, dass wir uns wieder auf den Heimweg machen konnten. An dieser Stelle kürze ich es ab. Die Rückfahrt verlief ohne größere Vorkommnisse oder Behinderungen.

Unser Fazit

Der Aufenthalt in Bayern hat uns sehr gut gefallen und es war trotz der Pflichten eine schöne Zeit, die wir auch genossen haben. Es ist eine herrliche Gegend und die Uhren ticken dort etwas anders. Dies soll an dieser Stelle als Kompliment zu verstehen sein. Ich denke, jede Jahreszeit hat dort in den Bergen ihren eigenen Reiz. Unser Hotel können wir auf jeden Fall mit voller Überzeugung weiterempfehlen. Was uns aufgefallen war, ist allerdings der Altersdurchschnitt. Der liegt scheinbar weit über 30, da wir offensichtlich mit die jüngsten Gäste waren. Uns hat es nicht gestört, da wir entweder unterwegs waren oder das hervorragende Essen im Restaurant des Hotels genossen haben. Die Angestellten waren durchweg sehr freundlich und die Chefin hat sich ab und zu persönlich erkundigt, ob alles zur Zufriedenheit verläuft. Dass wir mit unserer Meinung nicht allein dastehen, seht ihr auch auf verschiedenen Portalen, wo Hotels bewertet werden. Der Bodenmaiser Hof hat zumindest unsere Erwartungen an ein 4 Sterne Hotel erfüllt. Sicherlich hätten wir auch gern die Wellnes-Angebote voll ausgenutzt, aber erstens erkunden wir lieber die Umgebung, um auch etwas über die Leute zu erfahren und zweitens war einfach zu wenig Zeit.

Für uns war es etwas Neues, ein paar Tage in einem schönen Hotel in Bayern zu verbringen, denn bisher haben wir in uns in unseren bisherigen Urlauben immer selbst versorgt. Da es uns dort im Bayerischen Wald so gut gefallen hat, verlängerten wir unsere Reise noch um einen weiteren Tag, um etwas mehr von der Gegend um Bodenmais zu erfahren.

Mir hat es in der Region allgemein sehr gefallen und aus meiner Sicht kann man auch im Herbst einen Aufenthalt in Bayern genießen. Wir haben auf jeden Fall die Natur im Bayerischen Wald genossen und freuen uns schon darauf, die Fotos und Videoaufnahmen anzusehen. Die Menschen dort waren allgemein sehr freundlich. Ich denke mal, dass es nicht unsere letzte Fahrt in den Süden war. Was mich auf jeden Fall noch interessieren würde, das wären ein paar Tage in München zu verbringen. Quasi als Kontrast zur Ruhe und Natur, möchte ich schon einmal diese Stadt ausführlich erleben.

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Autor: Torsten

Hi, mein Name ist Torsten und ich bin der glückliche Mann an Susis Seite. Auf www.netz-online.com betreibe ich mit Susi zusammen einen Blog, rund um das Thema Internet, Software und Webdesign.




6 Kommentare

  1. Was für ein schöner Reise-Bericht. Solche Aufträge mag man doch gerne. Aber Euer Verbrauch an Kaffee und Kuchen scheint mir fast überdurchschnittlich, oder? :D

    Freut mich, dass Ihr ein paar nette Tage hattet und wieder gesund zu Hause angekommen seid. :like:

    • Hallo Jutta,

      also der Kaffeeverbrauch war sicherlich geringer als daheim, aber was den Kuchen angeht, da haben wir jeweils nur ein kleines Stück gegessen. Wirklich, ehrlich, versprochen :D

      Es war eine wirklich schöne Zeit, jedoch waren wir auch froh, wieder zurück in der Heimat zu sein. Durch den Bericht, haben wir auch immer eine Möglichkeit, uns daran zu erinnern ;)

      Gruß Torsten

  2. Pingback: Erholung im Bayerischen Wald » NETZ-ONLINE

  3. Hallo ihr zwei,sorry das ich diesen “alten”Beitrag nochmal ausgrabe ;-)
    Ich habe jetzt die Möglichkeit an einer ähnlichen Trigami-”Reise” teilzunehmen und wollte mal eure Erfahrungen bzgl. der Buchung und organisatorischem hören. War alles so wie versprochen? (also was als inkl. angekündigt wurde usw)
    Wäre wirklich nett, wenn ihr mir antworten würdet, ggf. auch gerne per Mail ;-)

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