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Auch als Hundebesitzer darf man sich ekeln

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Heute gibt es auch mal wieder einen Beitrag von mir in Susis Blog. Wie ihr alle wisst, habe ich unseren Hund sehr gern und allgemein muss man sich als Herrchen oder Frauchen darauf einstellen, dass ein Tier nun einmal auch mehr als nur normalen Dreck machen kann. So bekam ich heute auch genug zu tun und der Ekelfaktor war nicht gerade gering.

Was war passiert?

Um 7.45 Uhr war ich gerade dabei, Susi zur Arbeit zu fahren. Wir waren schon mitten in der Stadt, als unsere Backi anfing zu bellen. Ich dachte schon, es ist mal wieder an der Ampel jemand direkt hinter unserem Fahrzeug über die Straße gegangen, der Fussel nicht gefallen hat. Der Hund hörte aber nicht auf und Susi meinte aus Spaß „Eventuell gefällt ihr der Titel im Radio nicht?!“ – es lief eigentlich ein angenehmer Song (Colbie Caillat mit I Do). Jetzt habe ich ja einen ziemlich großen Riechkolben und mir fiel relativ schnell ein übler Geruch auf. Ich sah Susi an und meinte nur: „ Ich glaube der Hund hat sich in irgendeiner Form erleichtert.“

Zum Glück waren wir gerade in der Nähe von Park- und Grünflächen, so dass ich umgehend anhalten konnte. Als ich die Heckklappe geöffnet hatte, sah ich schon die Pfütze. In diesem Moment war ich froh, dass wir für unser Auto schon vor langer Zeit eine separate Kofferaumwanne aus Gummi gekauft hatten. Für den Transport eines Tieres macht es immer Sinn, da so das Auto selbst sauber bleibt, weil die Wanne herausgenommen und abgespült werden kann.

Weiter im Text. Ich nahm Backi aus dem Auto und legte ihre Decke in die Ecke, wo sie sich erleichtert hatte. Die Decke hatte eh schon etwas abbekommen und so wollte ich vermeiden, dass sich der Hund später genau dort wieder hineinsetzt. Ich ging mit Backi auf die Wiese, wo sie auch gleich ihren Haufen setzte. Tüte raus und Haufen beseitigt. Eigentlich wollte ich mit ihr in Ruhe im Park Gassi gehen, nachdem ich Susi abgesetzt hatte… wie so oft. Aber naja, wenn es drückt, dann drückt es. Leider hat sich unser Hund dieses Mal nicht vorher bemerkbar gemacht, weil sie sonst spürbar unruhig wird, wenn es dringend ist.

Der Hund kam wieder ins Auto. Wie schön, dass der Hund in seinem eigenen Urin gesessen hatte und ich jetzt auch einen nassen Arm hatte, nachdem ich den Hund wieder hineingesetzt hatte. Zum Glück habe ich immer eine gefüllte 1,5 L Wasserflasche für den Hund im Auto. Die benutzte ich, um meinen Arm abzuspülen und ein paar Papiertaschentücher dienten als Handtuchersatz. Ich setzte Susi nur schnell ab. Von dort aus ging es in Richtung Heimat. Ich flitzte noch einmal mit Backi und sie hinterließ auch noch einmal eine kleine Pfütze. Den Hund führte ich direkt unter die Dusche. Die Leine war natürlich auch völlig durchnässt und roch mehr als übel. Ich legte sie in das Waschbecken und gab etwas Waschmittel dazu und ließ es in heißem Wasser einweichen. Dann kam der Hund an die Reihe. Begeisterung sieht anders aus, aber es musste sein! Naja, der Hund war wieder sauber und die Leine roch auch nach mehrmaligen ausspülen wieder angenehm nach Waschmittel. Ich flitzte zurück zum Auto und holte noch die Decke heraus. Ein wirklich fieser Geruch machte sich im Auto breit.

Ende vom Lied. Der Hund liegt jetzt frisch gebadet in der Ecke, die Hundeleine baumelt draußen und die Hundedecke aus dem Auto dreht ihre Runden in der Waschmaschine. Später werde ich noch zu einer Waschanlage mit Hochdruckreiniger fahren. Dort kann ich dann auch die Wanne reinigen und alles ist wieder sauber. Da ich heute mehr als einmal in die Körperflüssigkeiten gefasst habe, war es auch für mich recht eklig, obwohl ich in solchen Dingen nicht so zimperlich bin. Ich entferne die Haufen unseres Hundes genauso, wie ich auch die Reste wegwische, wenn sich der Hund einmal übergeben hat. Trotzdem,die anschließende und ausgiebige Dusche für mich, habe ich auch sehr genossen! Natürlich bin ich unserem Hund nicht böse. Sie meldet sich sonst immer, nur heute kam es wohl zu plötzlich. Mit ihrem Bellen hat sie ja auch darauf aufmerksam gemacht. Da muss man durch, aber trotzdem kann ich sagen, dass ich davon nicht begeistert war… genau so wenig wie der Hund.

 

Schon gelesen:

  1. Eine sehr kurze Nacht
  2. So sollte der Freitag nicht beginnen
  3. Kranker Hund – Stress und Sorgen mit dem Vestibularsyndrom
  4. Backi geht es gut!
  5. Wie der Hund sein neues Bett einweiht

Autor: Torsten

Hi, mein Name ist Torsten und ich bin der glückliche Mann an Susis Seite. Auf www.netz-online.com betreibe ich mit Susi zusammen einen Blog, rund um das Thema Internet, Software und Webdesign.




3 Kommentare

  1. Ich glaube, sowas macht jeder Tierhalter mal mit. Augen zu und durch, lieber Torsten. :wink:

    Ich kann Dich aber verstehen, angenehm ist was anderes. 8)

    • Hallo Jutta,

      natürlich muss man da durch, weil es ja sonst keiner wegmacht. ;-) Ich finde es nur immer sehr lustig, wie wenige es einfach mal zugeben, dass es trotzdem nicht schön ist, obwohl das Gesicht dann ganze Bände spricht. Zumal sich herausgestellt hatte, dass Backi eine leichte Blasenentzündung hatte und dies den unangenehmen Uringeruch noch verstärkt hat. :hm:

  2. Ich kann dir da nur Zustimmen. Gott sei Dank ist uns so ein “Unfall” im Auto bisher erspart geblieben, aber da unser Junge jetzt in die Jahre kommt und er langsam Inkontinet wird, komme ich hier aus dem wischen gar nicht mehr raus.

    Und das Naserümpchen beim Kot wegmachen bleibt, auch wenn es der eigene Hund ist. Es ist und bleibt keine schöne Sache, eben ein notweniges Übel :-P

    LG
    Diana

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