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EMS-Training – Muskelaufbau mit Strom

Fitness ist etwas, das jeder anstrebt. Doch wenn es um die konkrete Umsetzung geht, sieht die Sache anders aus. Zeitmangel ist einer der Hauptgründe, den viele vorbringen, wenn sie mangelnde Sportaktivität entschuldigen möchten. Doch seit EMS (Elektronische Muskelstimulation) Einzug in öffentliche Fitnessstudio erhalten hat, zieht diese Ausrede nicht mehr. Mit EMS-Training lässt sich innerhalb von 20 Minuten der gleiche Trainingseffekt erzielen, für den sonst mehrmals pro Woche ein stundenlanges Sportprogramm absolviert werden müsste. So ganz neu ist diese Methode nicht. Doch was verbirgt sich hinter dem Fitness-Trend EMS-Training und wie funktioniert es?

Unter anderem findet EMS schon seit langer Zeit im Reha-Bereich Verwendung. Vor allem bei Leistungssportlern, die nach einer verletzungsbedingten Zwangspause schnell wieder in Form kommen möchten, wird diese Methode bevorzugt angewendet.

So wirkt EMS

In der Sportmedizin dient das Training mit EMS der Stärkung der Rückenmuskulatur und fördert zudem den gleichmäßigen Muskelaufbau. EMS-Anwendungen ziehen die in tieferen Schichten befindlichen Muskelfasern in die Behandlung mit ein. Spürbare Erfolge in Form von erhöhter Ausdauer und Kraft zeigen sich bereits nach 4 bis 6 Wochen. Darüber hinaus stärkt EMS das allgemeine Wohlbefinden, da diese Trainingsform positiv auf die Körperhaltung einwirkt. Die zeitgleiche Stimulation unterschiedlicher Muskelregionen beschleunigt Heilungsprozesse und beugt darüber hinaus weiteren Verletzungen vor. Studien diverser Lehr- und Forschungsstätten wie der Sporthochschule Köln (aus dem Jahr 2008) oder der Herzklinik Bad Oeynhausen (2010) zeugen von der Effektivität dieser Trainingsmethode. EMS kann ebenso langfristig betrieben werden wie herkömmlicher Sport. Eine regelmäßige Anwendung ist sogar zu empfehlen, da sich die im Training aufgebaute Muskulatur im Lauf einer längeren Auszeit ebenso zurück entwickelt wie es bei jeder anderen Inaktivität der Fall ist.

Keine Überlastung der Gelenke

EMS ist die ideale Trainingsalternative für alle, die aus Angst vor einer Überlastung ihrer Gelenke sportlicher Aktivität lieber aus dem Weg gehen. Mit dieser Methode können auch gezielt einzelne Bereiche des Körpers – wie etwa Bauch, Beine oder Po – trainiert werden, ohne dass die Gelenke Schaden nehmen. Bis auf wenige Ausnahmen steht die Anwendung von EMS allen gesunden Personen offen. Wer grundsätzlich keine körperliche Belastung verträgt, die über das alltägliche Maß hinausgeht, sollte allerdings auch von EMS Abstand nehmen. Ebenso müssen Menschen mit Herzfehlern und Träger von Herzschrittmachern Vorsicht walten lassen. Bevor man sich daran macht, diese Methode auszuprobieren, sollte man sich von einem kompetenten Personal Trainer umfassend beraten lassen.

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1 Kommentar

  • Antworten Maren 5. Mai 2017 at 11:21

    Vielen Dank für die Darstellung des EMS-Trainings Susi! Ich überlege auch schon seit längerem, ob ich das zusätzlich zu meinem Fitnesstraining versuche. Ich glaube ich werde deinen Tipp beherzigen und mich mal von einem Personal Trainer beraten lassen, bevor ich da alleine was falsch und im schlimmsten Fall kaputt machen.

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