Curacao: Tipps für eine unvergessliche Reise

Hierzulande verbinden wohl noch immer viele Zeitgenossen lediglich den Markennamen eines süßen blauen Likörs mit der 444 km² großen Karibikinsel vor der Küste Venezuelas. Tatsächlich zählen auf der seit 2010 autonomen niederländischen Insel Curacao die mit den Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen) aromatisierten Liköre zu den traditionellen Spezialitäten.

Auch sonst entzieht sich Curacao gerne gängigen Erwartungen. Stereotypen Karibikklischees entspricht das landschaftlich reizvolle, aber auf den ersten Blick eher etwas spröde Eiland somit nicht allzu sehr. Doch eines ist sicher: Curacao ist ein wahres Urlaubsparadies und hat so einiges zu bieten. :)

Von den Einheimischen wird die wunderschöne Insel auch liebevoll „Dushi Korsou“ genannt, was übersetzt süßes Curacao bedeutet. Weißer Sandstrand, ruhiges rauschendes Meer und Palmen. Das klingt so herrlich verlockend. Eine gute Adresse für Aufenthalte auf der karibischen Insel ist übrigens das luxuriöse 5-Sterne-Hotel „Baoase Luxury Resort“ in der Winterswijkstraat im Stadtteil Marie Pampoen in unmittelbarer Strandlage in der Hauptstadt Willemstad.

Heiß ist es das ganze Jahr über, trocken nur zwischen Januar und September

Curacao wird genau, wie seine beiden benachbarten „Schwestern“ der ABC-Inseln (Aruba und Bonaire), ganzjährig von traumhaften Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad Celsius verwöhnt. Als Reisezeit empfiehlt sich dennoch eher die Trockenzeit zwischen Januar und September. Wegen der unablässig brennenden Sonne und der geringen Niederschläge wachsen in der trockenen Dornstrauchsavanne vor allem robuste Büsche und Sträucher sowie Kakteen, Sukkulenten und Agaven.

Typisch sind die vom stetigen Seewind bizarr geformten Divi-Divi-Bäume aus der Familie der Johannisbrotgewächse. Nichtsdestotrotz bietet diese rustikale Vegetationsform zahlreichen Reptilien und Vögeln einen von Menschen nahezu unberührten Lebensraum. Einen guten Überblick über die Flora der Insel erhält man in dem privat betriebenen botanischen Garten „Dinah’s Botanic Historic Garden“ mit angeschlossenem Shop in der Hauptstadt Willemstad.

Von Weitem sichtbar leuchten die bunten Häuser an der Hafenpromenade

Auch sonst hält die 1634 nach der Eroberung von den Spaniern durch die Niederländer gegründete Stadt mit aktuell gut 125.000 Einwohnern viele Attraktionen und Ausflugsziele parat. Täglich tausendfach fotografiert werden etwa die in allen möglichen Pastelltönen bemalten historischen Giebelhäuser an der Uferstraße „Handelskade“. Die umliegende Innenstadt „Punda“ ist seit 1997 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt. Bedeutende Baudenkmäler vor Ort sind das jüdische „Museum Joods Cultuur Historisch“ und die „Mikve Israel-Emanuel Synagoge“ aus dem frühen 18. Jahrhundert. Ebenfalls einen Besuch lohnt das 1635 erbaute Fort Amsterdam, wo die Regionalregierung ihren Sitz hat. Der Innenhof, die protestantische Kirche und das Mini-Museum sind frei zugänglich. Historisch interessierte Urlauber sollten auch die weiteren Festungsanlagen in der Stadt wie Fort Nassau samt Restaurant mit Bar, Fort Waakzaamheid, Rif Fort mit Einkaufszentrum und die Waterfort Arkaden mit Geschäften besuchen.

Fauna und Flora bewundern, Schatten und Ruhe nach Spaziergängen genießen

Wissenswertes zur Inselgeschichte erfährt man im Curaçao Museum und im „Nationaal Archeologisch Antropologisch Museum“ im Stadtteil Otroband, das „Museum Maritimo“ in Scharloo zeigt die Bedeutung der Seefahrt für das Eiland. Als Ruheoasen mit schattigen Sitzgelegenheiten nach längeren Spaziergängen bieten sich der Zoo „Parke Tropikal“ im Chuchubiweg und der Platz Wilhelmina Plein mit zahlreichen Restaurants an. Ein bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebter Treffpunkt für Badespaß ist der allerdings kostenpflichtige Strand Seaquarium Beach südlich von Willemstad, neben dem sich das ebenfalls sehenswerte „Curaçao Sea Aquarium“ befindet. Hier können ca. 400 Fischarten in 45 Aquarien und vier Fischteichen besichtigt werden. Ein Ruhepunkt im ansonsten vielerorts recht hektischen und stark touristisch geprägten Willemstad ist auch der jüdische Beth Haim Friedhof, dessen 5.000 Gräber teils bis zum Jahr 1668 zurückdatieren.

Kunst und Handwerk in den alten Landhäusern besichtigen

Möchte man den Rest der Insel auf eigene Faust erkunden, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Mietwagen, das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel auf Curacao ist leider nicht allzu eng und zuverlässig. Mit dem eigenen Pkw sind weitere Ausflugsziele aber gut erreichbar, so der schöne Strand von Boca Ascension nahe der Stadt Barber an der Nordostküste gut 30 Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Hier können zwei der charakteristischen Landhäuser besichtigt werden. Im Landhuis Ascension gibt es altes Handwerk zu sehen, im Landhuis Dokterstuin ein Restaurant mit Picknickgarten und Andenkengeschäft. In den Landhäusern Seru Grandi und Papaya in der Stadt Grote Berg weiter südlich sind ein Restaurant sowie eine Kunstgalerie untergebracht. Eine Sehenswürdigkeit ganz in der Nähe ist das über 4.900 m² große Höhlensystem nahe der Stadt Hato, in dem bis zu 800 Jahre indigene Felszeichnungen besichtigt werden können und Hunderte von Fledermäusen leben.

Sandstrände ohne Ende entlang der Küste, Tauchen ist fast überall möglich

Exkursionen mit dem Auto ab Willemstad sind auch gut zu den Stränden der Stadt Jan Thiel an der Südküste möglich. Hier lädt auch der Freizeitpark Den Dunki National Park zum Verweilen ein. Tolle Bademöglichkeiten finden sich auch beim Ort Lagun an der Nordwestküste, namentlich an der Playa Abou, Playa Jeremi und Playa Lagun. Hier gibt es, wie übrigens fast in jedem Küstenort auf Curacao, auch eine große Tauchbasis. In Santa Rosa ist die Plantage „CurAloe (Ecocity)“ ein grünes Ausflugsziel, in Sint Michiel weiter westlich locken die Strände Blaauw Baai und Vaersen Baai.

Im kleinen Dorf Sint Willibrordus kann man herrlich den ganzen Tag an den Sandstränden Daai Booi Baai, Playa Cas Abou, Playa Largu und Playa Porto Marie faulenzen, ebenso im benachbarten Soto an der Boca Grandi, Playa Mansalina, Playa Shon Mosa, Playa Chikitu und Playa Hundu. Im Fischerdorf Westpunt an der Nordwestspitze von Curacao kann man durch den gut 180 Hektar großen Naturpark Christoffel Park wandern und das Savonet Museum zur Pflanzen- und Tierwelt besuchen.

Auf Curacao gibt es viel zu entdecken und zu erleben, sodass ein Trip dorthin sehr lohnenswert ist. Sei es um an einem der wunderschönen Strände in der Karibik zu liegen oder die Insel zu erkunden. Falls ihr noch auf der Suche nach einem Urlaubsziel seid, ist ja vielleicht die Insel euer nächstes Ziel. 😉 Also Nix wie weg! Lohnen würde es sich allemal!

Bilder: © Mariamichelle / Pixabay.de

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