Impressionen aus Hawaii – von Land, Leuten und Legenden

Selten hat ein Urlaubsziel seine Besucher so verzaubert wie das Inselreich Hawaii. Die Heimat heißer Vulkane und kühler Meereswogen zieht nicht nur Surfer in ihren Bann, sondern immer öfter auch normale Touristen.

Foto: © photogerson - photodune.net

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Fotos von traumhaften Sandstränden, unberührter Natur und einer faszinierenden Flora und Fauna – wenn ich das sehe, und dazu noch die interessanten Reiseberichte betrachte, die sich wie ein Liebesbrief an Hawaii lesen, bekomme ich unweigerlich Lust dazu, dem Inselreich selbst mal einen Besuch abzustatten. Einen ähnlichen Gedanken haben wohl auch die bis zu 180 000 Urlauber, welche der Inselkette wöchentlich einen Besuch abstatten. Zu Recht, denn das einmalige Zusammenspiel von feurigen Bergen und hoher See lässt sich nirgends auf der Welt so eindrucksvoll beobachten wie auf den hawaiischen Inseln.

Das Reich von Feuer und Wasser

In gewisser Weise erinnert das Reich in der Südsee an Neuseeland, das wie Hawaii zum polynesischen Kulturraum gehört. Darüber hinaus verbindet beide Inselstaaten ein reiches Vorkommen an Vulkanen, wenngleich die Schildvulkane Hawaiis um einiges größer und aktiver sind. Ihnen gewidmet sind eine Reihe hawaiischer Gottheiten, darunter auch die Feuer- und Vulkangöttin Pele, die der Legende nach im Helma’uma’u, dem Krater des nach wie vor aktiven Schildvulkans Kīlauea wohnen soll. Von der mystischen Dame fühlten sich schon viele Inselbesucher magisch angezogen und lassen es sich daher auch nicht nehmen, an einer der beliebten Vulkantouren Hawaiis teil zu nehmen.

Wasserratten fühlen sich jedoch eher zu Peles Schwester, der Meeresgöttin Namaka hingezogen, mit der die Vulkangöttin laut Überlieferung einige heftige Kämpfe ausgefochten haben soll. Schwer nachzuvollziehen sind die Geschichten über die Auseinandersetzungen der beiden Schwestern nicht, denn tatsächlich sind alle Inseln Hawaiis vulkanischen Ursprungs und erhoben sich somit aus den Tiefen des sie umgebenden Pazifiks. Zu ihnen zählt neben der Hauptinsel Hawaii, die auch The Big Island genannt wird, eine kleinere Inselgruppe, bestehend aus

  • Niihau
  • Kauai
  • Oahu
  • Molokai
  • Lanai
  • Kahoolawe
  • Maui

Die Eilande besitzen allesamt malerische Küsten, welche den Staat Hawaii zu einem Mekka für Surfer aus allen Teilen der Welt machen. Der wohl berühmteste Strandabschnitt für Wellenreiter in Hawaii ist das Waikiki Beach, welches nicht nur Veranstaltungsort zahlreicher Surf-Contests ist, sondern gleichzeitig auch Unterrichtsstätte der Surflegende Duke Kahanamoku (The Big Kahuna) war.

Als Begründer des Wellenreitens lehrte Kahanamoku hier bereits Anfang des 20. Jahrhunderts die Kunst des Meerbändigens und wurde durch seine Liebe zum Wassersport sogar mehrfacher Olympiasieger im Schwimmen.

Ein Clash der Kulturen

Neben Vulkanlandschaften und Surfhochburgen ist Hawaii natürlich für seine traditionelle Landeskultur bekannt. Dabei sind vor allem der Hula Tanz und die Blütenkränze, mit denen die Einheimischen jeden Neuankömmling begrüßen, selbst jenen noch ein Begriff, die den Staat nur vom Hörensagen kennen. Wer sich jedoch genauer mit den kulturellen Begebenheiten vor Ort beschäftigt, der wird schnell feststellen, dass Hawaiis Bevölkerung längst aus mehr als einem Kulturkreis besteht.

Ein bunter Bevölkerungsmix aus asiatischen, afrikanischen, europäischen und polynesischen Wurzeln hat sich im Laufe der Jahrhunderte auf den Vulkaninseln niedergelassen uns sorgt für eine multinationale Gesellschaftsstruktur. Diese hat nicht nur kulturell, sondern ebenso kulinarisch unheimlich viel zu bieten. Wer also selbst einmal in den Genuss dieser vielseitigen Kultur- und Naturlandschaft Hawaiis kommen möchte, der sollte dringend einmal auf der offiziellen Website der Inselkette vorbeisurfen.

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