Ich mag ja Blogparaden und bei Marc bin auf diese hier: “Zeugnisse aus der Grundschule” aufmerksam geworden. Es ist schon ein ganze Weile her, dass ich 1986 in der Klasse 1c am Unterricht teilgenommen habe. Damals gab es noch die DDR, wo wir alle zwei Wochen auch noch Samstags die Schulbank drücken zu durften.

Wir bekamen alle so ein schickes braunes Büchlein, worin unsere Zeugnisse eingelegt wurden. Bis zur Wende nahm ich am Schuluntericht der DDR teil, also quasi meine gesamte Grundschulzeit. Ich war eine vorbildliche Jungpionierin und nahm aktiv an den außerschulischen Programmen teil. Ich war im Schulchor und gab bei feierlichen Anlässen meine Sangeskunst zum Besten.

Meine Noten:

Wie man sieht, waren Sport und Heimatkunde nicht unbedingt meine Lieblingsfächer.
Ansonsten war es ganz passabel und in der Klassenstufe gab es auch noch keinen Schulgartenunterricht, den habe ich nämlich gehasst. Später nahm ich auch an der Nadelarbeit teil, allerdings nur ein halbes Jahr, da dieses Fach vor dem eigentlichen Unterricht statt fand. 6.30 Uhr schon in der Schule sitzen und Topflappen zu häkeln, war nicht gerade toll.
Gesamteinschätzung:

Hier steht es schwarz auf weiß, ich bin eine nette und freundliche Schülerin.
Mitarbeit bzw. mündliche Arbeit war nie meine Stärke, aber dennoch kam ich gut zurecht. Meine Fähigkeiten, logisch und folgerichtig zu denken, habe ich mir bis heute erhalten.
Was den letzten Satz ganz unten betrifft, so weiß ich heute nicht mehr, was meine Aufgabe als Brigadeleiter war
, ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Meine Nachforschungen ergaben:
Zitat: Pioniere einer Pioniergruppe können sich zu Pionierbrigaden zusammenschließen. In diesen Gemeinschaften spielen wir zusammen, gehen unseren Lieblingsbeschäftigungen nach, erfüllen Aufgaben der Pioniergruppe und helfen einander beim Lernen. Ein Pionier der Brigade wird zum Brigadeleiter gewählt.

Hier mal noch einen Auszug aus dem Bericht der zweiten Klasse. Ich war mit allen in meiner Klasse oder besser gesagt dem “Kollektiv”
(erinnert mich ja so ein bisschen an die Borg – Raumschiff Enterprise) gut befreundet. Damals waren Zeiten viel leichter.

Bei meinen Kopfnoten gab es von Klassenstufe 1-4 kaum Unterschiede. Für meine Mitarbeit bekam ich stets die Note 3, aber ich wurde immer in die nächsthöhere Klasse versetzt.
Vielleicht habt ihr ja Lust bei dieser Blog Aktion von Marc mitzumachen. Bis zum31.07.2012 könnt ihr an der Blogparade teilnehmen.

Das finde ich mal hochinteressant – eine Note für “Ordnung”! Was bin ich froh, dass ich dafür nie benotet wurde; ich bin mir sicher, es wäre nicht viel dabei herausgekommen!
So war das damals… allerdings hatten die Kopfnoten keinen Einfluss auf die Versetzung.
Vielen Dank für Deine Teilnahme!
Jeden zweiten Samstag Unterricht? Wir mussten JEDEN Samstag antreten. Mo, Di, Do, Fr von 8:00 Uhr bis 13:10 Uhr, Mi + Sa von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
Die Kopfnoten Fleiß und Ordnung gab es bei uns nicht. Nadelarbeit steht bei mir auch drin, die hatten wir aber erst später.
Das ist ja noch schlimmer
– Jeden Samstag. Glücklicherweise wurden die Kopfnoten später abgeschafft.
In meinem allerersten Noten – Zeugnis, in der zweiten Klasse oder so, hatte ich nur einsen, gab allerdings auch nur Mathe, Deutsch und ein paar Unterpunkte von Deutsch (Rechtschreibung, usw). Von da an ging es dann aber leider abwärts …
Ich kann nur wieder sagen, dass ich die Blogparade super finde. Gerade wenn ich Dein Zeugnis anschaue. Hätte ich sonst nie zu sehen bekommen.
LG Judith
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